Paleo – Was ist erlaubt und was nicht?

In unserem vorangegangenen Blogbeitrag haben wir schon mal erklärt, was Paleo eigentlich bedeutet und wie die Ernährung nach diesem Prinzip funktioniert. Wenn man seine Ernährung auf Paleo umstellen möchte, so wird in vielen Foren und Büchern geraten, zunächst eine strikte 30 – tägige Testphase durchzuführen. Das heißt, dass man diese Ernährungsform erst mal 30 Tage lang ausprobiert und schaut, wie der Körper auf die Umstellung reagiert.

Wir haben heute genauer zusammengefasst, was grundsätzlich erlaubt ist und was vermieden werden soll.

Erlaubt:

Gemüse:                                                                                                                                                      Gemüse ist vielfältig und gesund. Es enthält reichlich Vitamine, Kohlenhydrate, Eiweiß und Mineralstoffe. Je nach Gemüse sind vor allem Vitamin C und Vitamin K, sowie Magnesium und Phosphor in hohen Mengen enthalten. Wer gerne Gemüse ist, tut nicht nur seiner Figur etwas Gutes, sondern vor allem auch dem ganzen Körper. Den meisten Gemüsesorten wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt.

Gemüse und Salat sind auch in der Paleoernährung nicht mehr nur Beilage, sondern Hauptbestandteil einer Mahlzeit.

Fleisch:                                                                                                                                              Fleisch an sich ist ein wichtiges Lebensmittel, welches wertvolles Eiweiß, Vitamine und große Mengen Eisen liefert. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass man qualitativ hochwertiges Fleisch, zum Beispiel beim Biobauern, kauft. Immer mehr Tierzüchter und Bauernverbände entscheiden sich gezielt für artgerechte Haltung im Freien, ausgewogenes Futter ohne Tiermehl und einen Verzicht auf Hormonzugaben oder Antibiotika.

Bio-Fleisch kann daher zu Recht als gesund bezeichnet werden, denn es hat etwa doppelt so viele gesunde Omega-3-Fettsäuren, eine bessere Qualität und garantiert keine Rückstände von Medikamenten und Pflanzenschutzmittel.

Fisch und Meeresfrüchte:                                                                                                                         Auch Meeresfrüchte und Fisch bieten eine gute Eiweißquelle und haben gesunde essentielle Omega-3-Fettsäuren. Daher sollten sie in die Paleoernährung integriert werden. Aber auch hier sollte beim Kauf auf gute Qualität geachtet werden.

Eier:                                                                                                                                                              Eier sind besser als ihr Ruf. Hier ist die Biovariante ebenfalls die beste Wahl. Sie enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und weitere wichtige Inhaltsstoffe, die sie besonders wertvoll für die menschliche Ernährung machen, wie zum Beispiel die fettlöslichen Vitamine A, D und E in bedeutenden Mengen sowie die wasserlöslichen Vitamine des B-Komplexes B2, B6, B12, Biotin, Niacin und Folsäure.

Nüsse und Samen:                                                                                                                                      Nüsse sind voller wertvoller Nährstoffe. Botanisch gesehen gehören Nüsse zum Schalenobst, obwohl sich Ihre Inhaltsstoffe wesentlich von denen anderer Obstfamilien unterscheiden. Nüsse enthalten im Gegensatz zu den meisten Früchten nur sehr wenig Wasser, dafür aber reichlich Fett, Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

Fette und Öle:                                                                                                                                       Gute Fette und Öle sind nicht nur wichtiger Bestandteil der Paleoernährung, da unser Körper Fett für die Zellfunktionen und die Energiezufuhr benötigt. Gesunde Energielieferanten sind hier zum Beispiel kalt gepresste Öle wie Oliven – , Kokos – oder Avocadoöl.

Kräuter und Gewürze:                                                                                                                                 Hier sind der Auswahl keine Grenzen gesetzt, so lange diese natürlich und ohne zugesetzten Zucker oder Konservierungsstoffe sind.

Getränke:                                                                                                                                                     Wasser und ungesüßter Tee können in großen Mengen getrunken werden. Auf Kaffee sollte in den ersten 30 Tagen der Testphase verzichtet werden. Danach ist Kaffee grundsätzlich kein Problem, sollte jedoch Genussmittel sein und nicht zu häufig verzehrt werden.

Nicht erlaubt:

Getreide:                                                                                                                                                       Alle Nahrungsmittel, die Bestandteile von Getreide enthalten, sind tabu. Hierzu zählen zum Beispiel Brot, Kuchen, Pizza und Nudeln. Pseudogetreidesorten wie Quinoa, Buchweizen und Amarant fallen ebenfalls in diese „verbotene“ Gruppe. Gluten, welches in Nahrungsmitteln aus Getreide vorhanden ist, ist schwer verdaulich. Gluten macht weiterhin müde und kann über Umwege auch zu Magen-Darm-Problemen führen. Reis liegt im Graubereich und ist theoretisch tabu, da es ein Getreide ist.

Milchprodukte:                                                                                                                                             Alle verarbeiteten Milchprodukte sollen vermieden werden. Hierzu zählen beispielsweise Joghurt, Käse, Milch, Butter und Sahne. Milchzucker und Wachstumshormone in der Milch können zu Verdauungsproblemen führen und enthalten, je nach Verarbeitung, kaum wichtige Nährstoffe. Weiterhin sind z.B. Joghurtsorten oft viel Zucker zugesetzt. Nach der 30 – tägigen Testphase ist es jedoch möglich, unverarbeitete, hochwertige Rohmilchprodukte wieder mit auf den Speiseplan zu nehmen.

Zucker und Süßigkeiten:                                                                                                                        Zucker enthält keine Nährstoffe, dafür aber viele leere Kalorien und kann zu starker Gewichtszunahme führen. Alle Formen von raffiniertem Zucker, aber auch künstliche Süßstoffe, sollen aus der Küche verbannt werden.

Softdrinks und zuckerhaltige Getränke:                                                                                                Die klassischen Softdrinks wie Limonaden und Cola sind nicht erlaubt. Bei Saftschorlen ist aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts Zurückhaltung empfohlen.

Industriell verarbeitetes Fleisch:                                                                                                       Fleisch, welches zu Würstchen, Wurstwaren, Hamburgern und ähnlichem verarbeitet wurde, enthält oft Geschmacksverstärker, Zucker und Farbstoffe und ist deshalb nicht erlaubt. Wie bereits erwähnt sollte qualitativ hochwertiges Fleisch, am besten Bioqualität, verwendet werden.


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