Logi-Methode

Die LOGI-Methode entstammt der Feder des Ernährungswissenschaftlers Nicolai Worm. Logi Methode Dr. Nicolai Worm Es handelt sich hierbei um eine Ernährungsform, die kohlenhydratarme Nahrungsmittel favorisiert, stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel werden drastisch reduziert.
LOGI steht für die Abkürzung von „low glycemic und insulinemic“, was übersetzt bedeutet: niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel.

LOGI ist als ganzheitliche Langzeit-Ernährungsform zu sehen. Es handelt sich quasi um eine Mischung aus Low Carb und Glyx. Im Gegensatz zur Glyx-Diät steht hier jedoch die glykämische Last der empfohlenen Lebensmittel im Vordergrund, nicht der reine glykämische Index.

Ursprung:
Die LOGI-Methode beruht auf einem kohlenhydratreduzierten Ernährungsplan, der als Empfehlung für übergewichtige Kinder/Jugendliche von der Adipositas-Ambulanz der Kinderklinik der Harvard-Universität entwickelt wurde. Ziel des Ernährungsplanes war eine Reduzierung des Gewichts, ohne dass die Teilnehmer das Gefühl hatten, hungern zu müssen. Ursprünglich wurde bei diesem Plan der Harvard-Universität nur dem glykämischen Index der konsumierten Nahrungsmittel Beachtung geschenkt.
Nicolai Worm modifizierte diese Ernährungsform im Jahr 2003, indem er bei den Nahrungsmitteln und Ernährungsempfehlungen neben dem glykämischen Index auch ein Augenmerk auf deren Auswirkung auf den Insulinspiegel warf, so dass die glykämische Last der Lebensmittel in den Mittelpunkt rückte.

Wie funktioniert LOGI?
Ziel bei LOGI ist es, den Blutzuckerspiegel auf einem niedrigen Niveau zu halten. Was die Vorteile eines ausgewogenen Blutzuckerspiegels sind, bzw. was hohe Insulinausschüttungen im Körper bewirken, wird im Bereich „Was ist Low Carb / Wie wirkt Low Carb“ erklärt.
Worm empfiehlt, dass sich die tägliche Nahrung zu 45 % aus Fett, zu 25 % aus Protein und 30 % aus Kohlenhydraten zusammensetzt. Durch einen hohen Proteinanteil soll der Sättigungseffekt steigen, weiterhin soll sich der höhere Kalorienverbrauch bei Verdauen der proteinreichen, faserhaltigen Lebensmittel positiv auf das Gewicht auswirken.

Was darf man essen?
Essen darf man bei der LOGI-Methode nach Worm eigentlich alles, jedoch sollten gewisse Lebensmittel nur in geringen Maßen konsumiert werden. Anhand der → LOGI-Pyramide werden die empfohlenen und nicht so idealen Nahrungsmittel grafisch dargestellt, so dass schnell ersichtlich ist, welche Lebensmittel empfohlen sind und welche tabu sein sollten.

Grundlage der LOGI-Ernährung bilden hiernach Salate, kohlenhydratarme Gemüse und Obst, sowie gesunde Fette / Öle. Die ausgewählten Grundlagenlebensmittel sollten zudem möglichst ballaststoff- und wasserhaltig sein, so dass durch das hohe Volumen im Verhältnis zum geringen glykämischen Index der Nahrungsmittel der Stoffwechsel ideal beeinflusst wird. Sehr süßes Obst enthält auch viel Stärke (Kohlenhydrate), so dass man sich hier zurückhalten sollte. Gleiches gilt für bunte Gemüsesorten, d.h. Mais, rote Paprika und ähnliches.
Als Faustregel kann gesagt werden: grünes Gemüse und Obst enthält in der Regel weniger Kohlenhydrate als „farbiges“. Als weitere Faustregel ist die „Fünf am Tag“-Empfehlung zu sehen, der sich auf den angeblich idealen Anteil von Obst und Gemüseanteilen im Gesamttagesplan bezieht. Hier wird empfohlen, pro Tag 3 Einheiten Gemüse und 2 Einheiten Obst zu essen. Die in der Grundebene der LOGI-Pyramide enthaltenen Öle zeichnen sich durch den hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren aus. Empfohlen wird Leinöl, Walnussöl und Rapsöl. Auch ein kleines Stück Butter ist erlaubt.

Nach diesen Grundnahrungsmitteln folgt die zweite Ebene der LOGI-Pyramide: Proteinhaltige Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse, Eier, sowie Geflügel, Fisch und mageres Fleisch sollten sich nach LOGI in jeder Mahlzeit wiederfinden.

Die hiernach folgenden Vollkornprodukte, das heißt Backwaren aus Vollkornmehl, sowie Vollkornreis und Vollkornnudeln sollen entsprechend ihrer Position in der LOGI-Pyramide nur sehr begrenzt konsumiert werden, da sie aufgrund ihres hohen Anteils an Kohlenhydraten den Insulinspiegel deutlich beeinflussen können (hohe glykämische Last trotz mittelmäßigem glykämischem Index). Einer Anpassung der LOGI-Pyramide im vergangenen Jahr zufolge dürfen nun auch in dieser Stufe geringe Mengen festkochender Kartoffeln oder Pellkartoffeln erscheinen, da diese nicht so stärkehaltig sind wie manch andere Kartoffelsorten.

Vermieden werden sollen Nahrungsmittel aus Weißmehl, sehr stärkehaltige Kartoffelsorten und natürlich Süßigkeiten, da diese sehr viel Stärke enthalten und auch eine starke Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel nach sich ziehen.
Die LOGI-Methode empfiehlt sich wegen des angestrebten gleichbleibenden Insulinspiegels vor allem für übergewichtige Menschen mit erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten, also auch für Diabetes-2-Patienten (Diabetes Mellitus) und solche, die an dem metabolischen Syndrom leiden. Die Blutfettwerte werden durch Nahrungsmittel, die keine extremen Blutzuckerschwankungen auslösen verbessert. Die negativen Folgen einer Ernährung, die hohe Insulinausschüttung verursacht (stagnierender Fettabbau, Einlagerung in Fettdepots), werden vermieden. Eine Ernährung nach Empfehlungen der LOGI-Methode einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt sorgen, was eine deutlich geringere Belastung der Nieren bewirken soll als reine Low Carb Ernährung. Vorteilhaft soll diese Ernährungsform daher auch für Gicht-Patienten sein, da die Harnsäurewerte trotz erhöhten Fleischkonsums sinken sollen.

Studie zur LOGI-Methode:
Dass die LOGI-Methode bei Diabetikern Typ 2 äußerst wirksam ist, konnte eine im Jahr 2006 veröffentlichte Studie nachweisen: Drei Wochen wurden 45 Personen mit Typ 2 Diabetes während ihres stationären Aufenthaltes in der Reha-Klinik Überruh mit reiner LOGI-Kost versorgt. Alle Teilnehmer nahmen in Verbindung mit einer Sport- und Bewegungstherapie im Schnitt 2,9 kg an Gewicht ab, 49% konnten die diabetikertypischen Medikamente (Insulin / orale Antidiabetika) absetzen, 42% konnten die Medikation zumindest um die Hälfte reduzieren. Weiterhin war eine signifikante Verbesserung der Stoffwechselparameter bei allen Teilnehmern erkennbar.

Die Ergebnisse warendeutlich besser als die einer Vergleichsgruppe, die in der selben Klinik in drei Wochen bei gleichem Grundprogramm eine kalorien- und fettreduzierte Kost erhielten. Die Abnahme betrug bei dieser Gruppe im Schnitt 2,1 kg, die erforderliche Medikation blieb weitgehend unverändert (Quelle: Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2 mit kohlenhydratreduzierter Kost).


Weiterführende Links:

Bericht Men´s Health 02/2007 zum Thema Abnehmen mit der
LOGI-Methode

Bericht Men´s Health 03/2007 mit Fragen an Dr. Nicolai Worm

www.proLOGI.org  umfassende Infos zur LOGI-Methode


2 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

  1. 1. Fred

    Kommentar vom 20. November 2011 um 13:53

    Interessanter Ernährungsansatz, dadurch das der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten wird muss die Bauchspeicheldrüse auch nicht so viel arbeiten was ihr sicherlich auch gut tut.

  2. […] Literatur und Links informieren möchten, schauen Sie doch auch in unseren Artikel zur -> Logi-Ernährung […]

  3. 3. Low-Carb

    Kommentar vom 22. Juli 2014 um 14:47

    Vielen Dank für den Hinweis, der Link wurde aktualisiert.

    Grüße

    Das Team von Low-Carb-Ernährung

Einen Kommentar schreiben

 
Visit Us On TwitterVisit Us On FacebookVisit Us On Google PlusCheck Our Feed