Schlank im Schlaf

Diese derzeit sehr beliebte Diät bzw. Ernährungsform wurde von Dr. Pape so benannt. Er ist Internist, Ernährungsmediziner und Ernährungsberater. Mit Hilfe seiner „Diät“ oder auch Ernährungsform Schlank im Schlaf mit der Insulin-Diätsollen bereits über 4000 Menschen mehr als 30000 Kilo abgenommen haben.
Die Erfolge beruhen auf dem Zusammenwirken von Bio-Rhythmus und hormonellen, biochemischen Abläufen im Körper und setzen voraus, dass zur richtigen Zeit das Richtige gegessen wird. Die nahrungsbedingte Insulinausschüttung soll durch gezieltes, richtiges Essen bestimmter Kombinationen von Nahrungsmittel möglichst gering gehalten und der Fettabbau durch körperliche Bewegung und ausreichend Schlaf angekurbelt werden.

Mit dieser Ernährungsform soll man langsam aber stetig abnehmen können.


Schlank im Schlaf auf die Schnelle:

Bei der Insulin-Diät / Schlank im Schlaf sind 3 Mahlzeiten am Tag erlaubt, wobei zwischen diesen ca. 5 Stunden liegen sollen, um der Bauchspeicheldrüse Ruhe zu gönnen und deren Leistungsfähigkeit auf lange Sicht zu erhalten.
Morgens gibt es ein reichhaltiges Frühstück mit Kohlenhydraten und eventuell pflanzlichem Eiweiß. Mittags eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweiß. Abends soll die Nahrung nur eiweißhaltig sein.
Zwischen den Mahlzeiten sollte idealerweise viel Wasser getrunken werden. Erlaubt ist auch Kaffee oder Tee ohne Zucker, aber auch Light- oder Zero-Getränke. Verboten sind Säfte oder Wasser-Fruchtsaft-Mischungen.

Der Nacht-Schlaf sollte mindestens 7 Stunden betragen.

Für die, die es etwas genauer wissen möchten:

Die erste Mahlzeit am Tag – das Frühstück – soll hauptsächlich kohlenhydrathaltig sein und möglichst wenig Eiweiß enthalten. Hintergrund ist, dass die Kombination von kohlenhydratreichen und proteinreichen Nahrungsmitteln den Fettabbau eher behindert als rein kohlenhydratreich Nahrung. Eiweißreiche tierische Lebensmittel wie zum Beispiel Käse, Joghurt, Eier, Fisch, Geflügel und Wurst sollen morgens somit gemieden werden, da sie in Kombination mit den Kohlenhydraten eine übermäßig hohe Insulinausschüttung verursachen sollen, wodurch die Fettverbrennung zum Erliegen kommt.
Erlaubt ist alles, was zu einem „süßen“ Frühstück gehört: Brot und Brötchen, Marmelade, Haselnusscreme, Honig, Müsli und auch Säfte. Dazu darf man Kaffee oder Tee mit Sahne, oder auch Sojamilch (enthält nur pflanzliches Eiweiß) trinken.
Je nach BMI soll der Kohlenhydratanteil beim Frühstück bei ca. 75 g (Frau mit BMI unter 30) bis 125 g (Mann mit BMI über 30) liegen. Gleiches gilt im Übrigen für die Kohlenhydratwerte des Mittagessens.
Um die Mittagszeit kann der Körper eine auch höhere Insulinreaktion am besten „wegstecken“, hier werden am wenigsten Nährstoffe in den Fettzellen eingelagert, da der Durchschnittsmensch zu dieser Zeit am aktivsten ist. Die Mittagsmahlzeit darf daher aus Mischkost bestehen und man muss sich nicht einschränken, auch ein Dessert ist erlaubt und die Portionen dürfen sogar recht groß sein.

Abends gibt es ausschließlich eiweißhaltige Nahrungsmittel und keine Kohlenhydrate. Erlaubt sind also zum Beispiel Geflügel, Fisch, Schweine-/Rind-/Kalbfleisch, Eier, Milchprodukte wie Quark und Joghurt, Tofu, sowie Gemüse mit wenig Kohlenhydraten (das ist meistens das Grüne, d.h. die meisten „bunten“ Gemüse haben auch viele Kohlenhydrate, z.B. Paprika, Mais und Möhren => sind tabu).
Die abendliche Mahlzeit soll spätestens ca. 4 Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Hierdurch, unterstützt von leichten sportlichen Aktivitäten am Tage, soll der Stoffwechsel im Schlaf optimal arbeiten und die Fettdepots wirkungsvoll angreifen können.

Um mit einem möglichst typspezifischen Ernährungsplan die größtmögliche Gewichtsabnahme erzielen zu können, wird bei der Schlank-im-Schlaf Diät auch zwischen zwei Typen unterschieden: den Nomaden und den Ackerbauern.
Grundsätzlich sind die Ernährungsempfehlungen gleich, jedoch soll sich bei längerem Gewichtsstillstand eine kleiner Variante, entsprechend dem eigenen Urtyp positiv auf eine weitere Abnahme auswirken.
Der Typ „Nomade“, dessen Stärke eher im Ausdauerbereich statt in der Kraft zu suchen ist,  benötigt Mittags nicht so viele Kohlenhydrate wie im Grundplan vorgegeben. Der SIS-Ansatz geht davon aus, dass der Nomadentyp empfindlicher auf die Zufuhr von Kohlenhydraten reagiert, d.h. mit einer höheren Insulinausschüttung reagiert als der Ackerbau-Typ. Die Folge von einer zu hohen Kohlenhydratzufuhr beim Typ „Nomade“ wäre zwangsläufig eine stark gedrosselte Fettverbrennung (da der Körper mit der Insulinreaktion beschäftigt ist) , also auch eine stärkere Einlagerung von Fett: der Nomade wird dick.

Der „Ackerbauer“ jedoch ist eher ein Mensch, der mehr Kohlenhydrate für reine Muskelarbeit benötigt und somit auch eine größere Menge an Kohlenhydraten aufnehmen muss, um auch am Nachmittag leistungsfähig zu bleiben. Der Körper des Ackerbauer, d.h. dessen Bauchspeicheldrüse, reagiert nicht so heftig auf hohe Kohlenhydratzufuhr. Der Fettabbau wird durch die geringere Insulinreaktion nicht so stark eingeschränkt wie beim Nomaden. Der Ackerbauer wird also bei kohlenhydratreicher Kost, die sich auf den Insulinspiegel auswirkt, auch nicht so schnell zunehmen wie der Nomade.

Wenn es schneller gehen soll mit der Gewichtsabnahme wird empfohlen, nur Morgens Kohlenhydrate zu essen und Mittags und Abends (ausschließlich) eiweißreiche Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
Und schon sind wir wieder bei reinem Low Carb 😉


Bessere Gewichtsabnahme durch Sport:

Um den Abnehmerfolg zu unterstützen wird am Morgen moderates Ausdauertraining empfohlen, das idealerweise vor dem Frühstück durchgeführt werden sollte, um den Fettverbrennungszeitraum von der Nacht noch auszudehnen.

Am Abend sollte neben Ausdauertraining auch Krafttraining auf dem Plan stehen, um die Fettverbrennung in Gang zu bringen und mit einer „Nachbrennphase“ bis in die Nacht hinein den Fettdepots zu Leibe zu rücken.


Literatur zu Schlank im Schlaf:

Zu Schlank im Schlaf, SIS, der Insulin-Diät oder Insulin-Trennkost-Diät oder wie immer man diese Ernährungsform auch nennt, gibt es zahlreiche Publikationen direkt aus dem Hause „Pape“:

Schlank im Schlaf: Die revolutionäre Formel: So nutzen Sie Ihre Bio-Uhr zum AbnehmenDas Grundlagenbuch, in dem der Erfinder und Autor Dr. Pape eingehende Informationen zu der Ernährungsform bietet. Auch Rezept-Tipps sind in dem 192 Seiten dicken Buch enthalten.Wer sich vorab einen Überblick über den Inhalt verschaffen möchte, dem wird ein Blick in die Leseprobe von Google empfohlen.
   
Schlank im Schlaf – Das Kochbuch
150 Insulin-Trennkost-Rezepte
150 Rezept-ideen für eine abwechslungsreiche Ernährung im Rahmen der Insulin-Trennkost-Diät (Insulin-Diät / SIS). Mit verständlichen Anleitungen, Bildern die Appetit machen auf die leckeren Rezepte.Für euch zum reinschnuppern der Link zur Leseprobe bei Google.
   
Schlank im Schlaf: Der 4-Wochen Powerplan Das 120 Seiten umfassende Buch enthält einen Ernährungsplan für 4 Wochen, viele Rezepte und auch Anregungen und Tipps und motivierende Pläne für die Unterstützung der „Diät“ mit Kraft- und Ausdauertraining.
Ideal für alle, denen es leichter fällt, die Ernährung mit einem konkreten Plan umzustellen.
Auch hier bieten wir Euch einen Link zur Leseprobe bei Google an.
   
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7 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

  1. […] in der 2. Tageshälfte auf dem Low-Carb-Prinzip und ist in Ansätzen vergleichbar mit Schlank im Schlaf. Das Augenmerk liegt auch hier auf einem ausgewogenen Insulin-Haushalt, geringen […]

  2. 2. Huey Mcquiller

    Kommentar vom 11. Mai 2011 um 13:46

    Ich bin zurzeit übergewichtig und jetzt habe ich mir vorgenohmen, ein Paar Kilo abzunehmen. Dabei will ich gesund essen und auch noch Sport machen. Kann mir jemand von euch Rezepte zum Kochen von kalorienarmen und gesunden Essen geben?

  3. 3. Gerhard Volk

    Kommentar vom 19. Januar 2012 um 22:37

    Ich arbeite im Wechselschichtdienst mit ständig wechselnden Spät- Früh- und Nachtschichten. Manchmal habe ich Nachtdienste bis zu 12 Stunden (sitzende Bürotätigkeiten) – treibe aber regelmäßig ca. dreimal in der Woche bis zu je 2 Stunden Sport (Ausdauer und Krafttraining).
    Wie soll ich meine Mahlzeiten steuern, insbesonder im Zusammenhang mit den Nachtdiensten. Kann mir jemand einen Tip geben.

  4. 4. Sabrina

    Kommentar vom 16. Mai 2012 um 17:27

    Lieber Gerhard
    Ich habe 37 Kilo mit Schlank im Schlaf verloren und arbeite auch im Schichtbetrieb als Krankenschwester.
    Wenn ich Nachtdienst habe dann esse ich nachts entweder garnicht oder ich esse eine Scheibe Schinken mit Käse oder Quark oder eine Schüssel voll Salat.
    Es funktioniert ! 🙂

  5. 5. Sandra

    Kommentar vom 23. Juli 2012 um 10:42

    Hallo Sabrina!!

    Alle Achtung – wie lange hast du dafür gebraucht?

    Wie hast du es mit dem „öl“ gemacht?
    Fleich anbraten etc?

    Hast du noch Tipps für mich?!?

    Kannst du mir Mailen – ich bin n icht so oft hier – sapu@aon.at

    Danke im Voraus!

    LG Sandra

  6. 6. Claudi

    Kommentar vom 23. Juni 2015 um 11:36

    Hallo zusammen,
    ich habe bei einer Größe von 158 cm von 58 kg auf 51 kg mit Low Carb abgenommen (in 8 Wochen). Einen Tag in der Woche gönne ich mir einen „Schlemmertag“ und esse, worauf ich Lust habe. Da ich mit einer 2jährigen Tochter kaum Zeit für Sport habe (z.Z. nur 1x in der Woche ein 1,25 Std. Ganzkörpertraining) hoffe ich, mit Trennkost das Gewicht halten zu können. Meine Frage: Bei Low Carb sind Cola Light Produkte verboten, bei Trennkost erlaubt… da ich weiterhin versuchen möchte, meinen Insulinspiegel in Schach zu halten, hätte ich gerne gewußt, ob die Zuckerersatzstoffe in Pepsi Light & Cola Zero etc. den Insulinspiegel beeinflussen. Viele liebe Grüße, Claudi

  7. 7. Low-Carb-Ernährung

    Kommentar vom 24. Juni 2015 um 22:20

    Hallo Claudi,
    bei diesem Thema streiten sich nicht nur die Geister, sondern auch die Wissenschaftler verschiedener Studien.
    Ob Zuckerersatzstoffe aufgrund der Info „hier kommt jetzt was Süßes“ eine Insulinausschüttung bewirken, ist weder absolut bewiesen noch widerlegt. Auf den Blutzuckerspiegel dürfte ein Produkt ohne Kohlenhydrate grundsätzlich keinen Einfluss haben. Was das Hirn jedoch mit der Info „Süß“ macht, ist die andere Frage. Es gibt Diabetiker, die verzeichnen nach dem Konsum solcher Light-Getränke keinerlei Insulinschwankungen im Blut. Allerdings berichten viele von einem Anstieg von Gelüsten auf mehr Essen, kalorienhaltigeres Essen und Süßes.

    Ebenso gibt es zahlreiche Diskussionen, ob Zuckerersatzstoffe und allen voran das doch sehr umstrittene Aspartam überhaupt konsumiert werden sollten. Dies muss sicherlich jeder für sich selbst entscheiden, zumal es hier bezüglich der Wirkungen und Gesundheitsgefährdungen auch widersprüchliche Aussagen gibt.

    Vielleicht aber ein Denkanstoß: Low Carb Ernährung kann ein guter Weg aus der Zuckerfalle sein. Wenn man weniger Süßes sondern eher naturbelassene, frisch hergestellte Nahrung und Getränke zu sich nimmt, ist das nicht nur im ersten Schritt für ein ausgewogenes Gewicht, sondern auch ein großer Gewinn für das gesamte Wohlbefinden und die Gesundheit.
    Light-Getränke haben meist keinerlei natürliche Bestandteile und setzen sich nur aus chemischen Zutaten zusammen. Ob man seinem Körper mit dem Konsum einen Gefallen tut, ist wirklich fraglich.

    Grüße,
    das LCE-Team

  8. 8. Petra

    Kommentar vom 10. Januar 2016 um 21:12

    Süßstoff lässt den Insulinspiegel nicht ansteigen! Lässt sich leicht testen, wenn man ein Blutzuckergerät zu Hause hat. Also sind cola light und dergleichen bei low carb absolut erlaubt. Ob das Zeug anderweitig gesund ist, steht auf einem anderen Blatt. Warum sich die Wissenschaft im Punkt des Insulinproblems streiten soll, ist mir ein Rätsel. Viele Zuckerersatzstoffe werden schließlich u.a. Für Diabetiker als insulinneutral verkauft.

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